Über die Liebe…
Liebe ist… ja was eigentlich?
Heute traf ich den Engel der Liebe und er flüsterte mir ein paar Sätze ins Ohr, bevor er wieder verschwand und mich mit einem Haufen inspirierter Gedanken über die Liebe allein zurückließ.
Man kann grundsätzlich jeden Menschen lieben. Wenn man jemanden liebt, sieht man ihn vielleicht so, wie er vom Leben gemeint ist, ohne all das Hinderliche, Angewöhnte, Anerzogene, Unnatürliche… Man liebt quasi nicht den Menschen, sondern eine Art besseres Bild von dem geliebten Menschen, auch wenn das Wort “sich ein Bild machen” schon wieder rein gar nichts mit Liebe zu tun hat.
Liebe kommt und geht urplötzlich oder manchmal bleibt sie ein Leben lang zwischen zwei Menschen konstant. Ob eine Beziehung 2 Monate oder 30 Jahre dauert, sagt nichts über die Intensität und Stärke, Wahrheit und Aufrichtigkeit im Moment des Gefühles, des Jetzt aus.
Wer verliebt ist, vergisst (mind. für den Moment) Schmerzen und Krankheiten und dadurch passiert Heilung, Entspannung oder mind. Besserung der Beschwerden…
Liebe kann man pflegen und doch entsteht und vergeht von selbst. Liebe kann man nicht erzwingen und nicht herbeiwünschen. Sie kommt zu einem oder nicht. Und meistens gerade dann, wenn man es am wenigsten erwartet.
Mit der Liebe kann man nicht planen. Vielleicht denkt man, man befindet sich in einer festen Beziehung und alles ist klar, da trifft sie einen wie aus heiterem Himmel und ändert das ganze Leben von einem auf den anderen Tag. Eben weil man die Liebe und mit der Liebe nicht planen kann.
Liebe hat auch nicht damit zu tun, ob man mit jemandem zusammenleben, zusammensein möchte (im Sinne einer Beziehung). Aber die Liebe zieht einen doch magisch in die Richtung der Ursprungsquelle, was oder wer immer das sei.
Die Liebe hat auch nichts mit dem Alter zu tun. Ob die Beziehung langfristig Chancen hat, ist ja dann eine ganz andere Sache, denn…
nicht jede Liebe muß erfüllt sein! Der Liebende wird schon allein durch das unvergleichlich schöne Gefühl der Liebe belohnt. Auch eine nicht erfüllte Liebe kann eine erfüllt Liebe sein.
Die Menschen die wir lieben, verstehen wir oft am Allerwenigsten.
Vielleicht fühlen wir uns ja gerade zu diesem Gegensatz hingezogen…?
Über kein Thema der Welt kann man so viele Paradoxien schreiben, soviel absolut Gegensätzliches und Widersprüchliches. Und über kein Thema gibt es so viele Gedichte, Lieder, Gedanken, Gefühle,…. und das selbst bei Menschen, die sonst gar nicht so gefühlsduselig sind. Die Liebe kann einfach jeden verwandeln, aufwecken, beleben, verändern, durchdringen, verbessern… Auch denjenigen der mit dem Thema Liebe eigentlich schon bewusst für den Rest seines Lebens abgeschlossen hat.
Und doch liebt die Liebe, ohne verändern zu wollen.
Alles was danach kommt, wenn man versucht, den Partner umzuerziehen, ist keine Liebe sondern Ego-Spielchen, weil man den anderen partout so haben will, wie man es gerne hätte.
Und nicht wenige Menschen merken nach der teilweise erfolgreichen Umerziehung, daß dabei die Liebe verschwunden ist, weil man sich nämlich in den anderen verliebt hatte, als der noch ganz anders war…
Und: das Gefühl, das wehtut, ist keine Liebe!!
Wo wir grade bei wehtun sind: die Liebe ist auch das einzige was dem Teufel fehlt. Luzifer wollte sein eigenes Universum aufbauen und in der Tat konnte/kann er fast alles nachmachen, aber die Liebe fehlt ihm…
Und als Letztes:
Die Liebe kann nie wirklich ergründen oder verstehen, und trotzdem oder gerade deshalb werden wir alle sie unser Leben lang suchen. Alles oben genannte kann stimmen oder überhaupt nicht zutreffen. Denn die Liebe ist immer anders, sie lässt sich schon gar nicht in irgendwelche Liebe ist…-Schemata oder Schubladen stecken!
Lesetipp: Bücher über Liebe & Partnerschaft – von Kurt Tepperwein