Psychische Hilfe bei Stress und Burnout

Deutliche Zunahme psychischer Erkrankungen

LotusDer Trend setzt sich fort. Psychische Störungen sind weit verbreitet. Studienergebnissen zufolge leiden in Deutschland 8 – 10 Millionen Menschen an behandlungsbedürftigen psychischen Krankheiten, die Schätzungen liegen jedoch noch viel höher. Immer häufiger geht es dabei um Burnout. Die Dunkelziffer ist groß, denn viele Betroffene scheuen sich vor einer entsprechenden Diagnose und versuchen, ihre Probleme möglichst lange selbst zu bewältigen. Laut Statistik hatten rund 33 Prozent aller Deutschen schon einmal im Leben eine psychische Störung. Oft wird sie nicht erkannt oder falsch diagnostiziert.

Oft äußern sich auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Burnout zusätzlich in körperlichen Symptomen. Daher sind sie die häufigste Ursache für einen Besuch beim Hausarzt. Im Ranking der Krankheitstage zählen sie zur vierthäufigsten Ursache für Arbeitsunfähigkeit, bis zu 33 Prozent der Krankheitszeiten von Arbeitnehmern gehen auf sie zurück.

Burnout ist die Krankheit unserer Zeit

Die Anforderungen in Beruf und Privatleben steigen ständig. Überbelastung, mangelnde Anerkennung und schlechtes Arbeitsklima führen dazu, dass immer mehr Arbeitnehmer sich überfordert und gestresst fühlen. Schlaflosigkeit und Schlafstörungen, Gereiztheit und Überforderungsgefühle, unerklärbare Kopf- und Rückenschmerzen sowie Kraftlosigkeit können die ersten Anzeichen für eine psychische Erkrankung sein, die unter dem Namen Burnout bekannt geworden ist.

Betroffene leiden unter lähmenden Versagensgefühlen. Alle Versuche, aus eigener Kraft wieder stark und belastbar zu werden, scheitern meist und führen zu neuen Ängsten und zu Gefühlen der Hilflosigkeit. Ab einem bestimmten Punkt im Krankheitsverlauf nützen bisher erfolgreiche Strategien nichts mehr. Durch die einfühlsame Begleitung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten lassen sich schädliche Denk- und Verhaltensmuster verändern.

Burnout: Leistungsdruck und Arbeiten bis zur Erschöpfung

Betroffen sind vor allem Menschen, die sehr leistungsbereit und ehrgeizig sind, aber auch in sozialen Berufen können die Arbeitsbedingungen schnell zu einer Überlastung führen. Die Mehrheit der Betroffenen erkennt die Symptome nicht. Sie leiden unter ihrer Situation und reagieren mit die verschiedensten Krankheiten auf den zunehmenden Stress. Spätestens dann, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, ist Hilfe dringend notwendig. Anderenfalls verstärken sich die Beschwerden und können sogar schwere Depressionen auslösen.

Burnout Therapien zur Entspannung

Neben der Analyse der belastenden Faktoren helfen Entspannungstechniken dabei, akute Stresssituationen zu überstehen. Mit autogenem Training und verschiedenen Atemtechniken gelingt es dem Patienten, Angstzustände und Schlafmangel zu überwinden. Es gibt auch Therapien zur Muskelentspannung – zum Beispiel die akute Muskelentspannung nach Jacobson, mit denen der Erkrankte lernt, seine Verkrampfungen zu lösen. Durch die Anwendung dieser Therapien stellt sich in den meisten Fällen eine Beruhigung ein. Der Patient kann wieder schlafen und kommt dadurch auch im Alltag wieder zur Ruhe. Sport und Bewegung an frischer Luft sind weitere Möglichkeiten, Burnout und Stress zu bewältigen.

Burnout Vorsorge

ist in unserer zunehmend gesundheitsbewussten Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit geworden, jedoch nicht wenn es um psychische Störungen geht. Dass die Vorsorge auch bei seelischen Belastungen und Problemen hilfreich sein kann und dadurch eine Entwicklung hin zu einer psychischen Krankheit verhindern werden kann, dringt erst langsam in das Bewusstsein der Bevölkerung. Nutzen Sie die Chance und lernen Sie, sich richtig zu entspannen, bevor es zu ernsthaften Problemen kommt!

Angststörungen nehmen immer mehr zu

Auch bei Angststörungen sind meist die eigenen Versuche, sich aus dem Kreislauf der Panik und der Ängste zu befreien, zum Scheitern verurteilt. Die Begleitung durch einen Psychotherapeuten hilft wirkungsvoll beim Ausstieg aus der Angstspirale.

Essstörungen können lebensbedrohlich sein

Wer an einer Essstörung erkrankt ist, braucht fundierte professionelle Hilfestellung. Die Veränderung eingefahrener Denkmuster und Verhaltensweisen kostet enorm viel Energie und setzt eine gravierende Änderung der inneren Einstellung voraus, die mit psychotherapeutischer Hilfe am besten gelingt.

Immer mehr Menschen sind von einer psychischen Erkrankung betroffen. Angststörungen, Burnout, Depressionen oder Panikattacken werden zunehmend diagnostiziert. Essstörungen, Phobien und Zwangserkrankungen erzeugen immer mehr Leidensdruck.

Hilfe durch Psychotherapie

Die Psychotherapie bietet Unterstützung bei Burnout und Stress. Sie hilft dem Betroffenen, seine Lage zu erkennen und Ansätze für eine Änderung zu entwickeln. Mit einer Verhaltenstherapie kommen Therapeut und Patient den Ursachen für die Erkrankung auf die Spur. Welche Situationen führen zu erhöhtem Stress? Welche Wertvorstellungen und eigene Anforderungen führen zu Überbelastung? Wie kann der Erkrankte sein Verhalten so ändern, dass die Belastung nicht zu groß wird? Die Beantwortung dieser Fragen führt auf den richtigen Weg zur Lösung des Stressproblems. In schweren Fällen kann eine Psychoanalyse durchgeführt werden, die die eigenen Belastungsfaktoren aus der frühen Kindheit aufdeckt.

Wenn Sie von einer psychischen Störung betroffen sind, finden Sie in jeder Stadt mindestens eine Praxis für Psychotherapie und damit fundierte Hilfe. Im Idealfall erwartet Sie ein professioneller Umgang mit Ihrer psychischen Krankheit, voller Einfühlsamkeit und Respekt vor Ihrer einzigartigen Persönlichkeit. Der Einsatz erprobter Methoden hilft Ihnen, Ihre Stabilität wieder zu erlangen. Es kann also durchaus hilfreich sein, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn Sie merken, daß Sie es alleine nicht schaffen.

31. Mai 2012
Kategorien: • Entspannung, • Gesundheitsinfos | Schlagwörter: |

Kommentare (2)

  1. Ich bin selbst auch erstaunt, wie stark sich das Burnout-Syndrom innerhalb der letzten Jahre verbreitet hat. Mittlerweile sind meines Wissens nach 12,5 % aller Krankschreibungen auf Grund von Burnout, Depression etc. Da ist es (je nach Ausmaß) manchmal auch erforderlich, sich externe Hilfe zu suchen, da eine solche psychische Krankheit natürlich auch weitere Folgen nach sich ziehen kann.

    Besten Gruß,
    Günter

  2. Hallo Herr Moos,

    es ist wirklich erschreckend, wie viele vom Burnout oder starken Depressionen betroffen sind. Es sind nicht immer nur die Arbeitgeber, die daran schuldig sind, sondern vor allem die Gesellschaft allgemein, welche zu immer höherer Leistung strebt. Dabei wird schnell vergessen, dass nach der Arbeit Ablenkung und Entspannung nötig sind, um den Alltag ohne Probleme und Folgen zu bewältigen.

    Beste Grüße
    Olaf