„Sucht“ ist ein weiter Begriff, den viele Menschen im viel harmloseren Zusammenhang gebrauchen, als er eigentlich steht. Beispielsweise, wenn jemand sagt „Ich bin süchtig nach meinem Freund“ anders kann es aussehen, wenn jemand meint er sei süchtig nach Schokolade. Auch wenn das beinahe ebenso abwertend klingt.
Es existiert eine medizinische Richtlinie, die festlegt welche Kriterien erfüllt sein müssen, um tatsächlich eine Sucht zu diagnostizieren. Als erstes „muss“ der Patient ein zwanghaftes Verlangen nach seiner Droge ausdrücken. Er würde also fast alles dafür machen, um sie konsumieren zu können. Der zweite Punkt ist, dass die Droge in zu hohen Mengen eingenommen wird und der Konsum nicht mehr gestoppt werden kann. Beispielsweise bei Kettenrauchern findet man dieses Verhalten. Der dritte Punkt, der ausschlaggebend ist, sind körperliche Entzugssymptome. Das hängt allerdings immer mit der Droge zusammen. Ein Beispiel wäre das Rauchen. Fakt ist, dass man so geringe physische Entzugszeichen hat, dass man sie nicht wahrnehmen dürfte. Da aber Zigaretten einen der höchsten Suchtstoffe beinhalten, bilden Raucher sich das gerne ein und von den Medien wird das suggeriert.
Drogenabhängige brauchen immer mehr von ihrem Stoff damit sie wieder den gleichen Höhenflug wie beim ersten Mal haben. So steigert sich die Dosis und die Patienten werden konstant süchtiger. Weiterhin ist Beschaffung der Drogen sehr zeitintensiv, ebenso wie das „Sich- davon- erholen“ und natürlich der Konsum. Und der ausschlaggebende Punkt ist, dass die Süchtigen wissen, dass die Droge ihnen schadet und sie dennoch nicht aufhören können. Meist versteckt sich das natürlich hinter der Maskerade von wegen „Ich will ja auch gar nicht aufhören“, um seine Schwäche nicht zugeben zu müssen.
Die Suchtkrankheiten, die dabei schon fast wie eine Seuche über der Menschheit liegt sind: Tabak/Nikotinsucht, Alkoholismus, Drogensucht und Tablettenabhängigkeit.
Ferner gibt es die zum Beispiel die Magersucht, bei der die entsprechende Person immer dünner werden möchte und danach süchtig ist Kilos zu verlieren.
Beim Alkoholismus bleiben viele hängen. Und meist geschieht das unbewusst. Hat man mit zwanzig noch mit den Freunden im Bekanntenkreis ein Bierchen getrunken, ist der zweite Schritt, dass man auch alleine oder mit der Frau unter der Woche seine Biere trinkt. Und eh man sich versieht ist, man 40 und hat ein ernsthaftes Problem. Wer Hilfe in dieser Richtung sucht kann sich an die Anonymen Alkoholiker wenden. Die sind für Betroffene, wie auch Nahestehende, die oft co-abhängig sind, Ansprechpartner. Die meisten Alkoholiker machen diesen Schritt nicht von selbst, deshalb muss man sie so gut wie möglich motivieren.
Drogensucht ist ein weiter Begriff. Es gibt hunderte von verschiedenen Drogen, so dass man kaum allgemein etwas dazu sagen kann.
Die Tablettensucht wird meist mit Schlaf-, Schmerz- und Beruhigungstabletten umgesetzt. Allein in Deutschland sind bereit 1,4 Millionen Menschen dieser Sucht verfallen. Auf Nummer sicher geht man, wenn man den Arzt vor der Rezeptausstellung fragt, wie das Suchtverhalten von dem Medikament beeinflusst wird.
Die wenigsten Menschen sind mit Absicht in eine Sucht gerutscht. Der Verlauf der Sucht ist auch nicht bei jedem gleich. Erst wenn es zu spät ist, kann man feststellen, ob jemand süchtig ist oder nicht.
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