Sucht und Abhängigkeit

Sucht und Suchtstoffe - Drogen, Gewohnheiten, Tablettensucht, .

„Sucht“ ist ein weiter Begriff, den viele Menschen in einem viel harmloseren Zusammenhang gebrauchen, als es eigentlich angebracht wäre.

Drogensucht ist ein weiter Begriff. Es gibt hunderte von verschiedenen legalen wie illegalen Drogen, so dass man kaum allgemein etwas dazu sagen kann. Je nach Art der Droge benötigen Drogenabhängige immer mehr von ihrem Stoff, damit sie wieder den gleichen Höhenflug, wie beim ersten Mal haben. So steigert sich die Dosis und die Patienten werden konstant süchtiger.

Weiterhin ist Beschaffung der Drogen sehr zeitintensiv, ebenso wie das „Sich-davon-erholen“ und natürlich der Konsum.

Kein Mensch ist mit Absicht in eine Sucht gerutscht und Entstehung und Verlauf der Sucht läuft nicht bei jedem gleich ab.

Welche Süchte / Suchtkrankheiten gibt es?

Die bekanntesten und häufigsten Suchtkrankheiten, für die vor allem die Menschen in unserer modernen Zivilisation anfällig sind

Tabak-/Nikotinsucht, Alkoholismus/Alkoholsucht, Spielsucht, Drogensucht, Computersucht und Tablettenabhängigkeit

Ferner gibt es die zum Beispiel die Magersucht, bei der die entsprechende Person immer dünner werden möchte und danach süchtig ist, an Gewicht zu verlieren, oft kombiniert mit Bulimie (anschließendem Erbrechen des Gegessenen).

Die Tablettensucht wird meist mit Schlaf-, Schmerz- und Beruhigungstabletten umgesetzt. Allein in Deutschland sind bereit 1,4 Millionen Menschen dieser Sucht verfallen. Auf Nummer sicher geht man, wenn man den Arzt vor der Rezeptausstellung fragt, wie das Suchtverhalten von dem Medikament beeinflusst wird.

Beim Alkoholismus bleiben viele hängen - und auch das geschieht unbewusst. Hat man mit zwanzig noch mit den Freunden im Bekanntenkreis ein Bierchen getrunken, ist der zweite Schritt, dass man auch alleine oder mit der Frau unter der Woche täglich sein Bier oder sogar mehrere trinkt. Und ehe man es sich versieht, ist man 40 und hat ein ernsthaftes Problem.

Woran erkennt man eine Sucht?

Es existiert eine medizinische Richtlinie, die festlegt welche Kriterien erfüllt sein müssen, um tatsächlich eine Sucht zu diagnostizieren.

1. Als erstes „muss“ der Patient ein zwanghaftes Verlangen nach seiner Droge ausdrücken. Er würde also fast alles dafür machen, um sie konsumieren zu können. Der ausschlaggebende Punkt ist, dass die Süchtigen wissen, dass die Droge ihnen schadet und sie dennoch nicht aufhören können. Meist versteckt sich das natürlich hinter der Maskerade von wegen „Ich will ja auch gar nicht aufhören“, um seine Schwäche nicht zugeben zu müssen.

2. Der zweite Punkt ist, dass die Droge in zu hohen Mengen eingenommen wird und der Konsum nicht mehr gestoppt werden kann. Beispielsweise bei Kettenrauchern oder stark Heroinsüchtigen findet man dieses Verhalten.

3. Der dritte Punkt, der ausschlaggebend ist, sind körperliche Entzugssymptome. Das hängt allerdings immer mit der Droge zusammen. Ein Beispiel wäre das Rauchen. Fakt ist, dass man so geringe physische Entzugszeichen hat, dass man sie nicht wahrnehmen dürfte. Da aber Zigaretten einen der höchsten Suchtstoffe beinhalten, bilden Raucher sich das gerne ein und von den Medien wird das suggeriert.

Mit dem Rauchen aufhören

Wie wird man Nichtraucher?

Zigaretten sind in unserer Gesellschaft ein großes Problem. Es gibt in Deutschland Millionen von Rauchern und jeden Tag kommen neue dazu. Darüber hinaus sterben täglich hunderte Menschen an den Folgen des Rauchens.

Dabei beginnt alles ganz harmlos und schleppend. Erst mit der Zeit merkt man, dass man nicht mehr ohne kann. Dann ist der Körper schon auf die tägliche Nikotinzufuhr angewiesen. Doch für problemlose Aufhören ist es dann in vielen Fällen bereits zu spät.

Viele Raucher wollen ihre Sucht besiegen und mit dem Rauchen aufhören – doch das versuchen sie häufig vergebens, denn die Eigenschaften einer Sucht sind es, dass es sehr schwer ist, wieder vom Suchtstoff los zu kommen. Das gilt auch für das Rauchen. Die meisten Raucher benötigen viele Versuche, bis sie endlich für immer schaffen, sich von den Zigaretten wieder los zu sagen. Nur die wenigsten schaffen es auf Anhieb, einigen gelingt es nie.

Mittlerweile ist neben der Tabakindustrie noch ein weiteres Geschäft entstanden und zwar das lohnenswerte Geschäft mit Nichtraucherprodukten, die jährlich Millionenumsätze mit Lösungen verdienen, die Rauchern dabei helfen sollen, in ein neues rauchfreies Leben zu starten.

Ob Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis, Hypnose oder Live-Seminare – die Palette an unterschiedlichen Produkten und Angeboten ist schier unendlich. Doch die Wirkung dieser Produkte ist in den seltensten Fällen befriedigend und führt für die Anwender, also die Raucher, nicht zum gewünschten Erfolg.

Der Grund hierfür ist, dass diese Produkte alle nur auf einen Faktor des Rauchen-aufhörens abzielen. Um allerdings erfolgreich damit aufzuhören, sind aber mehrere Faktoren erforderlich.

Einen völlig anderen Ansatz verfolgt die Webseite mylastcigarette.de. Dort gibt es ein sogenanntes Nichtrauchersystem, das ein ganzheitliches Konzept zum Nichtraucher-werden darstellt. Es geht auf die verschiedenen Kernelemente wie Wille, Motivation, Durchhaltevermögen etc. ein, deren Zusammenspiel die einzige wirkliche Möglichkeit ist, um den Zigaretten leicht zu entkommen.

Alkoholismus

Alkoholsucht – Gründe für und Wege aus der Alkoholabhängigkeit

Alkoholismus ist eine Sucht. Unter Alkoholsuchtversteht man den Gebrauch von Alkohol, der einem einzelnen Menschen oder der Gesellschaft oder beiden Schaden zufügt, womit sowohl auf die Abhängigkeit, also auch auf die Schädlichkeit des Stoffes verwiesen wird. In der Bundesrepublik wird die Zahl der Alkoholiker auf 1,5 Mill. geschätzt und stellt damit das grösste Suchtproblem dar.

Woran erkennt man Alkoholsucht und Alkoholiker?

Das Entstehen einer Abhängigkeit ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen.
Neben dem sozialen Effekt der Geselligkeit und der gesellschaftlichen Konventionen hat Alkohol auch einen beruhigenden und entspannenden Effekt, er hilft, für den Moment die Angst zu vermindern, Niedergeschlagenheit durch Betäubung der Gefühle weniger stark zu erleben und Schlafstörungen zu bekämpfen. Aus diesem Grund wird Alkohol gerne zur spontanen "Behandlung" von Problemen benutzt.

Oft machen sich diejenigen die zur Flasche greifen nicht klar, dass Alkohol eine körperliche und psychische Abhängigkeit erzeugt, die es immer schwieriger macht wieder davon los zu kommen. Mit zunehmendem Alkoholkonsum verändert sich die Persönlichkeit des Trinkers und es kann zu schweren Organschädigungen kommen.

Psychisch wird der alkoholabhängige Mensch stimmungslabiler und manchmal rücksichtsloser und es kann zu aggressiven, teilweise masochistischen Ausbrüchen kommen. Auch das ethische Empfinden stumpft ab und Unehrlichkeit und Gefühllosigkeit gegenüber anderen Menschen können sich entwickeln. Körperlich treten Schädigungen der Leber, des gesamten Nervensystems und des Herzens auf, die zum Tod führen können.
Oft kommt es zu sozialen Komplikationen durch Verkehrsdelikte, Schwierigkeiten in der Familie und Ehe und Kriminalität.

Manchmal ist es schwierig, bei sich selbst zu erkennen, ob man schon sich schon im Stadium der Abhängigkeit von Alkohol befindet. Wer jedoch schon an Alkohol denkt und sich darauf freut, sollte dies als erstes Alarmzeichen wahrnehmen. Heimliches Trinken, Erinnerungslücken nach Rauschzuständen, Schuldgefühle und Gier nach Alkohol weisen bereits auf eine zunehmende Abhängigkeit hin.

Der wichtigste Behandlungsschritt in der Therapie des Alkoholkonsums ist neben der Lösung des Konfliktes der zum Trinken geführt hat, das Erkennen der eigenen Behandlungsbedürftigkeit.
Nur zur Therapie motivierte Alkoholiker haben eine Chance, von ihrer Sucht los zu kommen.
Neben dem körperlichen Entzug in einer Klinik umfasst die Behandlung psycho- und soziotherapeutische Massnahmen.

Wo kann man Hilfe finden?

Wer Hilfe in dieser Richtung sucht kann sich an die Anonymen Alkoholiker wenden, die richtigen Ansprechpartner für Betroffene, wie auch Nahestehende, die oft co-abhängig sind. Die meisten Alkoholiker machen diesen Schritt nicht von selbst, deshalb muss man sie so gut wie möglich zu diesem Schritt motivieren.