Tepperwein

 
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Das Kabarett


Wenn man heute sagt, ich gehe zum Kabarett, dann denkt man an eine große Bühne und gut gekleidetes Publikum. Das war nicht immer so, denn der Ursprung des Kabaretts liegt auf kleinen Bühnen in einfachen Gaststätten. So erklärt sich auch der Name Kabarett, der von dem französischen Wort Cabaret abstammt, das Schänke oder Kneipe bedeutet. Von diesen Bühnen aus wurde diese Unterhaltungsform weltweit bekannt.

Es gibt 2 verschiedene Grundarten von Kabarett. Bei dem literarischen Kabarett liegt der Schwerpunkt auf Gedichte, Prosa und Lieder. Bekannter sind die politischen Kabaretts. Hierbei wird die politische Situation in Sketchen, Parodien oder Satiren kritisch betrachtet. Die Aufführung kann fließend  ineinander über gehen, oder  ein Moderator sagt die einzelnen Sketche an. Dies nennt man auch ein Nummernkabarett.

In Deutschland wurde das Kabarett erst durch das Radio und dann durch das Fernsehen bekannt. Ab 1957 konnte man in der ARD die Münchener Lach- und Schießgesellschaft sehen. Dieses politische Kabarett wurde von Sammy Drechsel und Dieter Hildebrandt 1956 gegründet und ist wohl das bekannteste Kabarett in Deutschland. 

Das Berliner Kabarett Die Stachelschweine wurde bereits 1949 in dem Studentenlokal Badewanne gegründet. Die Stachelschweine wurden ab 1963 im Fernsehen ausgestrahlt und hatten ebenfalls viel Erfolg. Die Mitglieder der Stachelschweine Günter Pfitzmann und Wolfgang Gruner waren beim Publikum besonders beliebt.

Nicht nur diese beiden alteingesessenen Kabaretts, sondern auch andere Kabaretts, die in den 50er Jahren gegründet worden sind, gibt es noch heute.

Es gibt auch viele, größere und kleinere, neue Kabaretts die sehr beliebt sind und den Zeitgeist von heute in ihrem Programm in Sketchen, Satiren und Parodien widerspiegeln.