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Gouldamadinen (Prachtfinken)

Gouldamadinen lieben die Gesellschaft


Die Gouldamadinen, wissenschaftlicher Name Chloebia gouldiae, gehören zur Familie der Prachtfinken. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Australien. 1896 wurden die Gouldamadinen anlässlich einer großen Vogelschau erstmals in Deutschland (Berlin) präsentiert.

Empfehlenswert ist die Haltung der Gouldamadinen zu mehreren in größeren Vitrinen oder Volieren, denn in ihrer Heimat Australien leben diese geselligen Vögel in Schwärmen.

Grundsätzlich sollte also immer die Lebensweise in der freien Natur bei der Haltung der Gouldamadinen im Blick sein. Daher sollten bei der Innenausstattung des Käfigs auch besser Äste und Naturzweige als Sitzgelegenheit verwendet werden. Diese bieten den Vögeln mehr Abwechslung, weil sie beim Anflug nachgeben und so das "artistische" Vermögen der Tiere beim Ausbalancieren fördern.

Die Zucht der Gouldamadinen stellt hierzulande kein Problem dar: Die Zucht zu mehreren Paaren in einer Voliere ist möglich - vorausgesetzt die Paare verstehen sich untereinander. Größe und Brutstimmung der Vögel sind bestimmend dafür, wie viele Tiere in einer Voliere Platz haben. Während der Brut sollten die Gouldamadinen über mindestens 1 m³ pro Paar verfügen.

Das Fellkleid der Jungtiere ist grau. Das überaus farbenprächtige Erwachsenen-Federkleid bekommen sie erst mit drei bis vier Monaten. Die drei Kopffarben sind schwarz, rot, gelb, wenngleich das Kopfgefieder stark variiert (z.B. Gelbkopf-gelb, Gelbkopf-wildfarbig, Gelbkopf-blaupastell, Rotkopf-gelb). Bei den Brustfarben sind violett, weiß und rosa auszumachen. Die Unterscheidung der Geschlechter ist einfach: Die Brustfarbe der Männchen ist intensiver als die der Weibchen. Während der Brutzeit ist der Schnabel des Männchens rot und der des Weibchens schwarz gefärbt.

Ausgewachsene Gouldamadinen messen bei beiden Geschlechtern etwa 11 cm, mit verlängerten Mittelschwanzfedern bis zu ca. 15 cm.

Die Gouldamadinen lassen sich heute ab einer Temperatur von ca. 20 ° C problemlos halten. Lediglich bei der Zucht sollte die Mindesttemperatur 22 ° C bis 24 ° C betragen. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 55 bis 70 % läuft die Brut "mit Sicherheit" problemlos ab.

Das Futter sollte aus einer Mischung von Silberhirsen, Mannahirsen und Negersaat bestehen. Eine Zufütterung von Keimfutter ist empfehlenswert.

Im Allgemeinen sind die Gouldamadinen ruhige und friedliche Vögel. Mit ihren ständigen leisen "sit-Rufen" versichern sie sich der Nähe ihrer Artgenossen. Dieser Ruf, der auch während des Fluges ausgestoßen wird, ist aber derart leise, dass er vom Menschen kaum wahrnehmbar ist - es sei denn, er befindet sich in unmittelbarer Nähe der Vögel.

Gouldamadinen lieben die Gesellschaft - ihrer Artgenossen und des Menschen.