Aras

"Eigentliche Aras" (Psittacidae), Blauaras und der Spix-Ara

Aras sind die bekanntesten Papageien überhaupt, das bunte Gefieder in den Kontrastfarben wie gelb, rot, grün und blau machen sie so vielseitig. Das Wort Arahat einen Indianischen Ursprung, der aus dem Ruflaut der Vögel gebildet wurde.

Aras, rotAllerdings trifft das nur auf die größeren Arten zu. Für die Indianer waren die Federn, Schmuck für Haar und Kleidung. Aras wurden damals schon als halbzahme Haustiere gehalten und ein Baum mit einem Nest wurde von Generation zu Generation weitervererbt. In Höhlen wurden Zeichnungen gefunden die 3000 Jahre alt waren und eindeutig Aras darstellen.

Herkunft der Aras: Heimatland der Aras ist Süd- und Mittelamerika. Dort leben sie in den bis zu 60 m hohen Urwaldbäumen meist allerdings in der mittleren Höhe. Alle gemeinsam haben den lang auslaufenden, schmalen Schwanz, und den kräftigen Schnabel mit denen sie klettern und auch Nüsse knacken können er wird als dritte Hand benutzt.
Die Krallen haben 4 Zehen, zwei nach vorne und die beiden anderen nach hinten gerichtet, das macht sie zu sehr guten Kletterern. Aras ernähren sich von Nüssen, Palmen, Früchten, Samen, Knollen, Wurzeln und Beeren.

In ihrer Heimat nisten Aras in Baum- oder Uferhöhlen. Geschlechtsreife tritt im durchschnitt mit 5 Jahren auf. Das Gelege besteht aus 2-3 Eier, jedoch nur das Weibchen brütet. Nach ca. 28 Tagen schlüpfen die Jungtiere, Nestzeit sind etwa 3 Monate. Die jungen  klopfen mit dem schon kräftigen Schnabel an den Holzstamm wenn sie Hunger haben.

Ara - Futter & Zubehör
Ara - Bücher

Als Haustier muss man neben dem hohen Alter auch den großen Platzanspruch bedenken und das die Vögel durchaus sehr laut sein können, was nicht jedem Nachbar gefällt. Auf gute Ernährung sollte geachtet werden. Es gibt Spezialfutter, ansonsten sind Obst, Gemüse, Körner, Salat und ein Mineralstein wichtig für ein gesundes Tier. Täglich frisches Wasser auch.
Große Schwimmer sind die Tiere nicht, aber aufgrund ihrer Herkunft aus den Tropen, mögen sie lauwarme Duschen, am besten täglich. Wichtig sind auch Äste, die beknabbert werden können, so kann man die Möbel schonen.

Aras sind faszinierende Tiere  die einen ein Leben lang begleiten können. Wenn man sich mit diesen Vögeln richtig befasst findet man einen intelligenten Partner und Spielgefährten, falsch behandelte Tiere können wegen ihres kräftigen Schnabels selbst für Menschen gefährlich sein.

Es gibt viele unterschiedliche Unarten und Farbschläge. Recht weit verbreitet sind der Gelbbrustara, der Hellrote Ara und der Soldatenara.

Sie sind allerdings nicht außerordentlich sprachbegabt, wie die meisten Leute glauben. Obwohl der ein oder andere Ansatz vorhanden ist. Um Langweile vorzubeugen ist es wichtig die Tiere zu beschäftigen und für genug Bewegung zu sorgen, damit sie nicht krank und fett werden.
Leider handelt es sich um eine bedrohte Tierart. 1/3 der Aras sind vom Aussterben bedroht, das sind mehr als bei anderen Tierarten. Anfang des 2o Jahrhunderts waren schon 8 Arten ausgestorben. Meist sind die Aras durch die Einschränkung ihrer Lebensräume bedroht.

Es gibt 315 verschiedene Ara-Unterarten, hier noch ein paar Beispiele:

Ara, blau

Von den 1824 entdeckten Blauaras (Anodorhynchus glaucus spixii) gibt es insgesamt noch 4 Unterarten, wobei 2 quasi ausgestorben sind. Sie werden 65-100cm groß. Der Größte ist dabei der Hyazinthara. Das Gefieder ist Blau gefärbt, außer die Unterseite der Schwung und Steuerfeder, die sind auf der Unterseite schwarz. Der Unterschied zu den Eigentlichen Aras ist die nackte Zügelgegend, die wie auch der nackte Augenring grau gefärbt ist. Die Wangen sind befiedert. In freier Wildbahn leben die Blauaras noch im Ostbrasilianischem Raum.

1819 wurde der ca. 55 cm große Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) entdeckt, in freier Wildbahn ist er jetzt ausgestorben. Nur durch Züchtungen leben 68 weltweit und in der Obhut des Menschen. Besonderheiten ist das blaumetallische Gefieder das an der Bauchseite ins grünliche übergeht, Kopf, Hals und Nacken sind grau. Der Schnabel ist schwarz und nicht so groß wie bei den Eigentlichen Aras. Vom Augenwinkel bis zum Schnabel ist meist ein dunkler Band. Die Iris ist hellgelb, Zügel und Wangenbereich sind nackt.

Kleinaras, 38-43cm groß, zu diesen Vögeln zählen der Goldnackenara, der Blaukopfara und der Rotrückenara. Die Jungtiere haben grau-schwarze Füße die im laufe des Alterns hell bis fleischfarben werden. Die Iris ist braun, die Augen- und Wangenpartie nackt weißlich mit dünnen Federreihen. Insgesamt ist das Gefieder überwiegend grün, was dieser Art auch den Beinamen Maracana gibt und übersetzt „ Grüner Vogel“ bedeutet.

Mit seinen ca. 30 cm ist der Zwergara (Diopsittaca nobilies) der kleinste unter den Aras.
Eigentlicher Lebensraum befindet sich im tropischen Tiefland Südamerikas und Amazonas, das bedeutet, nicht höher als 400 m. Das Hauptgefieder ist grün mit einer bläulichen Stirn. Iris braunrot und wie alle typischen Aras im Gesicht und Wangenbereich nackt.

Wie alt wird ein Ara?

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Aras ist recht hoch. Je nach Art werden Aras 40 bis 90 Jahre alt.

Durchschnittsalter ist 50 Jahre, wobei es durchaus Arten gibt die bis 100 Jahre alt werden können. Das sollte man auf alle Fälle bedenken wenn man sich ein solches Haustier anschafft. Aras sind sehr treue Tiere sind, Paare bleiben nicht selten für immer zusammen und stellen sich nicht gerne auf einen neuen Partner ein.

Die häufigsten Aras

Gelbbrustara
Hellroter Ara
Großer und kleiner Soldatenara
Grünflügelara / Dunkelroter Ara
Blaulatzara
Rotohrara
Rotbugara

Aras - Bilder & Fotos

Ein Hyazinth-AraEin Hyazinth-Ara, der zu den Blauaras gehört

GelbbrustaraEin prächtiger Gelbbrustara schaut neugierig

SoldatenaraEin Soldatenara mit roter Stirn und grüner Grundfarbe

Roter AraDer weit verbreitere Rote Ara

Aras im FlugAras im Flug in ihrer natürlichen Umgebung in Südamerika