Neurodermitis
6. Dezember 2011Die Neurodermitis wird auch als Atopisches Exzem bezeichnet. Die Bezeichnung Atopisches Exzem stammt aus dem griechischen. Das Wort atopía bedeutet „Ortlosigkeit“ und das Wort ekzema – „Aufgegangenes“.
Neurodermitis zeigt sich oft in Form von Juckreiz und nässende und entzündeten Stellen der Haut. Das Erscheinungsbild ist individuell und vom Alter der Betroffenen abhängig.
Neurodermitis ist bis heute nicht heilbar. Die Beschwerden lassen sich jedoch gut lindern.
Die Therapie besteht meist in der Behandlung der Hauttrockenheit und der Anwendung entzündungshemmender Mittel auf der Haut.
Ursachen
Es ist bis heute noch nicht geklärt , welche Ursachen zu einer Neurodermitis führen.
Es wird ein Zusammenspiel von genetischen Veranlagung, Veränderung des Immunsystems und Umwelteinflüssen für die Ursache des Krankheitsgeschehen gesehen.
Durch die genetische Veranlagung hat Neurodermitis eine erblich bedingte Basis.
Als atopische Trias wird die Zusammenfassung einer allergische Erkrankung, Heuschnupfen und Neurodermitis bezeichnet. Allergiker können an alle Drei gleichzeitig oder zeitlich versetzt erkranken.
Menschen mit einer erhöhten Allergieneigung werden als Atopiker bezeichnet.
Bei Atopikern sind oft mehrere Organe betroffen. Häufig sind es Haut, Nase und Lunge.
Es erkranken häufig Kinder und Jugendliche die aus Familien mit häufig auftretenden Allergien stammen. Es wird bei der Neurodermitis davon ausgegangen, dass sich das Immunsystem nicht richtig regulieren kann.
Damit die Neurodermitis ausbricht, benötigt man nicht nur die genetische Veranlagung, sondern auch Einflussfaktoren von außen, die eine Entstehung begünstigen oder damit sich die Neurodermitis verschlechtert.
Ein Einflussfaktor von außen ist zum Beispiel die Irritation der Haut durch Waschgewohnheiten, Wasserhärte, Kleidung und Schweiß. Zudem wirkt sich Stress und Sonnenlicht ungünstig auf die Neurodermitis aus.
Allergische Reaktionen, eine Keimbesiedlung der Haut sowie andere Faktoren wie klimatische Einflüsse, werden die Symptome der Neurodermitis verstärken.
Eine gute und richtige Hautpflege hat eine sehr große Bedeutung zur Linderung der Beschwerden.
Die Haut wird durch aggressive Waschsubstanzen irritiert. Auch gesammelter Schweiß ist ungünstig für die Neurodermitis.
Bestimmte Bestandteile der Kleidung können bei einigen Betroffenen eine Irritation der Haut hervorrufen wie zum Beispiel Wolle oder synthetische Fasern. Baumwolle wird in der Regel sehr gut vertragen.
Symptome
Bei einer Neurodermitis betreffen die Symptome häufig die Haut. Die Haut ist trockener und kann Feuchtigkeit schlechter Speichern als normale Haut. Außerdem fehlen der Haut bestimmte Hautfette, dadurch ist sie schneller rau und schuppt sich leichter.
Sie verliert dadurch ihre wichtige Funktion der Barriere gegenüber Umwelteinflüsse.
Die Normale Haut ist mit Pilzen und Bakterien besiedelt, welche zum Schutzmantel der Haut gehören. Bei der Neurodermitis ist die Zusammensetzung der Bakterien und Pilze gestört, was die Symptome auslösen und verstärken kann.
Eine Zentrale Stellung nimmt bei vielen Betroffenen der quälende Juckreiz ein. Der Juckreiz ist in jeder Phase der Neurodermitis eins der wichtigsten Symptome. Das Kratzen, Aufgrund des Juckreizes kann die Neurodermitis verstärken. Eine Linderung des Juckreizes entsteht durch Behandlung der Hautentzündung und Hauttrockenheit.
Diagnose
Durch die Anamnese und eine körperliche Untersuchung kann eine Neurodermitis festgestellt werden. Es gibt körperliche Erscheinungen die bei Neurodermitis verstärkt auftreten und zur Diagnosestellung beitragen. Weiterhin wird mithilfe von Hauttests und speziellen Blutuntersuchungen die Diagnose gestellt.
Die Therapie
Die Therapie der Neurodermitis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Die Basistherapie besteht in der regelmäßigen Pflege der Haut. Sie soll der Haut Feuchtigkeit spenden.
Die Behandlung der Hautentzündung ist die 2. Komponente der Therapie und umfasst die äußerliche Behandlung durch Salben, Cremes und Emulsionen und die innerliche Behandlung mit Tabletten und Infusionen. Nur in sehr schweren Fällen ist eine innerliche Therapie notwendig.
Ist die Diagnose Neurodermitis gestellt worden, so sollte die Therapie frühzeitig und sehr intensiv durchgeführt werden, damit ist sie besser kontrollierbar und weitere Schübe der Erkrankung werden nach hinten verschoben.
Autor: Andrea
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