Mein Weg

Meine Neurodermitis muß zwar in meinen Genen schon immer geschlummert haben, aber davon habe ich erstmalig am 15. September 1997 etwas gemerkt.

Ich war bei meiner damaligen Freundin auf ein Glas Wein eingeladen, nach ein paar Stunden war ich wieder zu Hause und da fing es an zu jucken – am ganzen Körper. Es war fürchterlich und wurde immer schlimmer.
Ich wusste überhaupt nicht was los war und verbrachte eine schreckliche, schlaflose Nacht voller Jucken, Kratzen und Panik.
Trotz diverse Versuche, meine Haut mit Obstessig oder Cremes zu beruhigen, wurde es immer noch schlimmer.

Am nächsten Morgen um 7 Uhr früh stand ich bei einem Hautarzt vor der Tür und kam direkt als erster dran.
Die Ärztin linderte den ersten Neurodermitis-Schub meines Lebens mit einer Cortison-Spritze und schneeweißer Zinkpaste.

Das half erstmal, aber es linderte nur meine Beschwerden, so daß ich wieder arbeiten gehen konnte.
Ausgerechnet an diesem Tag (und schon seit gestern) fand nämlich ein SAP-Seminar statt, auf daß ich mich schon länger gefreut hatte. Außerdem hatte ich just am vorhergehenden Tag jemanden kennengelernt – und wir beide hatten uns ineinander verguckt (was mir an diesem Tag aber noch nicht so ganz bewusst war).

Und dann sowas…
Haben andere das wohl auch so erlebt, daß die Neurodermitis/Allergie genau DANN kam, als eigentlich alles in bester Ordnung war?

Mir ging es damals so. Ich war beruflich endlich in einer Position, wo die Arbeit total viel Spaß machte, aber trotzdem nur wenig Verantwortung gefordert war. Von (negativem) Streß keine Spur!

Ich war beliebt und erfolgreich und glücklich und dann auch noch frisch verliebt – und dann kam die Neurodermitis und schlug wie mit Hammer und Meißel meine schöne heile Welt in Stücke…


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