Hoffnungsschimmer für Neurodermitiker

Zwei neuartige Medikamene/Mittel, die bei Neurodermitis unter Umständen helfen könnten sind PELLIND und DAOPURE. Beide enthalten das Enzym Diaminooxidase, daß ja zum Abbau von Histamin, Serotonin u.a. erforderlich ist.

Eine Überdosierung des Enzyms soll laut den Herstellern nicht möglich sein, also wäre es einen Versuch wert – für Neurodermitiker, HIT-Patienten, Allergikern, bei Nahrungsmittelunverträglichkeit…

Weiterhin wird von verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen vermutet, daß sie bei Neurodermitis und/oder Allergie die Symptome lindern könnten, dies ist wissenschaftlich meines Wissens nach noch nicht eindeutig belegt.

Vermutet werden Heilwirkungen z.B. von:

- Vitamin C (soll z.B. den Histaminspiegel senken)
- Calcium (Kalzium)
- Kupfer (da Bestandteil des Enzymes Diaminooxidase)
- Zink
- Cromoglicinsäure (für Astma, Asthmatiker)
- Schwarzkümmel
- …
Gerne können Sie / könnt Ihr diese Liste durch Kommentare ergänzen!

Was für eine Vision: Alles essen, was man will, und der Histaminspiegel bleibt niedrig – und man selbst völlig beschwerdefrei. :-)

hmmmm… eigentlich müssten solche Mittel doch dann auch bei allen anderen Allergien helfen, seien es Pollenallergien, Hausstauballergien oder Tierhaarallergien.
Wenn das Histamin durch die Mittel schneller abgebaut wird, kann davon jeder profitieren, der ein Problem mit dem Histaminabbau hat. Bei anderen als Nahrungsmittelallergien müsste das Mittel rein nach meinen eigenen Überlegungen doch auch vorbeugend und hinterher lindernd eingesetzt werden können…

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2 Reaktionen zu “Hoffnungsschimmer für Neurodermitiker”

  1. Max

    Hallo :)

    Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen. Ersteinmal ein Lob. Sehr informativ und interessant was du da so schreibst.
    Vllt. hast du Lust über mein Forum zu berichten.
    Ich leide selber unter Neurodermitis und habe ein beschlossen ein deutschsprachiges Forum zu eröffnen, weil es davon so wenige gut geführte gibt.
    Unter http://www.neurodermitisportal.de findest du es.

    Vllt. einen Eintrag wert?

    Liebe Grüße und mach weiter so, Max

  2. Rainer Bloch

    Hallo, Kompliment für diesen hervorragenden Artikel.
    Gern möchte ich selbigen noch durch einige, wichtige Punkte ergänzen.

    Denn neben diversen Lebensmitteln gibt es auch zahlreiche
    Medikamentenwirkstoffe, die den Abbau von Histamin negativ beeinflussen.
    Dieses sind einerseits Wirkstoffe, die das Histamin abbauende Enzym
    Diaminoxidase blockieren, und andererseits gibt es Stoffe, die die
    Histaminfreisetzung steigern und somit als Histaminliberatoren wirken.
    Zur Therapie einer Histaminintoleranz ist nicht nur eine histaminreduzierte
    Ernährung erforderlich, sondern auch das Meiden bestimmter Medikamente.

    Leider sind diese unverträglichen Präparate nicht mit einer entsprechenden
    Kennzeichnung versehen, so dass es einem HIT-Betroffenen nicht erspart
    bleibt, das Kleingedruckte in den Packungsbeilagen genau zu lesen. Hierbei
    geht es in erster Linie um die Inhaltsstoffe, die die Medikamente enthalten.

    Inhaltsstoffe, die Histamin freisetzen oder die Diaminoxidase blockieren,
    sollten gemieden werden, weil sie sich negativ auf die Histaminbilanz
    auswirken. Dies gilt ganz besonders bei einer Langzeitmedikation. Eine
    Änderung der Medikation sollte unbedingt nur nach Rücksprache mit dem
    behandelnden Arzt erfolgen. Die Bandbreite der relevanten Medikamente
    reicht von Antibiotika, Schlafmitteln, Schleimlösern bis hin zu Antidepressiva.

    Beschwerden, die in Zusammenhang mit der Einnahme von
    Röntgenkontrastmitteln auftreten, sind sehr häufig auf eine Histaminintoleranz zurückzuführen. Sämtliche Röntgenkontrastmittel sind Histaminliberatoren und führen bei HIT-lern zu Beschwerden. Wird rechtzeitig vor dem Trinken der Kontrastmittellösung ein Antihistaminikum eingenommen (H1- oder H2- Variante), lassen sich die sonst überlicherweise auftretenden Symptome vermeiden. Steht eine entsprechende Röntgenaufnahme an, sollte der Radiologe rechtzeitig über die vorliegende HIT in Kenntnis gesetzt werden.

    Genau wie bei Röntgenkontrastmitteln, so sollten HIT-ler auch bei einer
    geplanten Narkose rechtzeitig ein Antihistaminikum einnehmen. Unangenehme Begleiterscheinungen wie Erbrechen oder abgeschwächte Narkosewirkungen lassen sich so vermeiden.

    Medikamentenstoffe, die Histamin freisetzen:

    Acetylsalicylsäure (ASS) – Aspirin, Schleimlöser
    Diclofenac – Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
    Flurbiprofen– Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
    Heparin – Blutverdünner
    Indometacin – Rheumamittel
    Ketoprofen – Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
    Kodein – Hustenmedikament
    Mefenaminsäure – Antirheumatikum
    Naproxen – Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
    Opiate – Heroin, Morphium
    Medikamentenstoffe, die DAO blockieren:
    Acetylcystein – Schleimlöser
    Acriflavin – Antiseptikum, Schleimlöser
    Alprenolol – Betablocker
    Ambroxol – Schleimlöser
    Aminophyllin – Asthmamittel
    Amitriptylin – Antidepressivum
    Cefotiam – Antibiotikum
    Chloroquin – Antirheumatikum

    Clavulansäure – Antibiotikum
    Cycloserin – Antibiotikum
    Diazepam – Tranquelizer, Valium
    Isoniazid – Antibiotikum
    Metamizol – Schmerzmittel
    Metoclopramid – Magen-Darm-Mittel
    Pethidin – Schmerzmittel
    Prilocain – Lokalanästhetikum
    Propafenon – Herzrhythmusmittel
    Propanidid – Narkosemittel
    Röntgenkontrastmittel
    Theophyllin – Asthmamittel
    Thiopental – Schlafmittel
    Verapamil – Herz-Kreislauf-Mittel

    Es gibt aber nicht nur Medikamente, die sich negativ auf die Histaminbilanz
    auswirken sondern sogar die Histaminfreisetzung blockieren. Dies sind
    Rheuma- und Schmerzmittel, die Fenbufen oder Ibuprofen als Inhaltsstoff
    enthalten.

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