Hoffnungsschimmer für Neurodermitiker
Zwei neuartige Medikamene/Mittel, die bei Neurodermitis unter Umständen helfen könnten sind PELLIND und DAOPURE. Beide enthalten das Enzym Diaminooxidase, daß ja zum Abbau von Histamin, Serotonin u.a. erforderlich ist.
Eine Überdosierung des Enzyms soll laut den Herstellern nicht möglich sein, also wäre es einen Versuch wert – für Neurodermitiker, HIT-Patienten, Allergikern, bei Nahrungsmittelunverträglichkeit…
Weiterhin wird von verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen vermutet, daß sie bei Neurodermitis und/oder Allergie die Symptome lindern könnten, dies ist wissenschaftlich meines Wissens nach noch nicht eindeutig belegt.
Vermutet werden Heilwirkungen z.B. von:
- Vitamin C (soll z.B. den Histaminspiegel senken)
- Calcium (Kalzium)
- Kupfer (da Bestandteil des Enzymes Diaminooxidase)
- Zink
- Cromoglicinsäure (für Astma, Asthmatiker)
- Schwarzkümmel
- …
Gerne können Sie / könnt Ihr diese Liste durch Kommentare ergänzen!
Was für eine Vision: Alles essen, was man will, und der Histaminspiegel bleibt niedrig – und man selbst völlig beschwerdefrei.
hmmmm… eigentlich müssten solche Mittel doch dann auch bei allen anderen Allergien helfen, seien es Pollenallergien, Hausstauballergien oder Tierhaarallergien.
Wenn das Histamin durch die Mittel schneller abgebaut wird, kann davon jeder profitieren, der ein Problem mit dem Histaminabbau hat. Bei anderen als Nahrungsmittelallergien müsste das Mittel rein nach meinen eigenen Überlegungen doch auch vorbeugend und hinterher lindernd eingesetzt werden können…















Am 18. Dezember 2006 um 19:22 Uhr
Hallo
Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen. Ersteinmal ein Lob. Sehr informativ und interessant was du da so schreibst.
Vllt. hast du Lust über mein Forum zu berichten.
Ich leide selber unter Neurodermitis und habe ein beschlossen ein deutschsprachiges Forum zu eröffnen, weil es davon so wenige gut geführte gibt.
Unter http://www.neurodermitisportal.de findest du es.
Vllt. einen Eintrag wert?
Liebe Grüße und mach weiter so, Max
Am 11. Januar 2011 um 18:48 Uhr
Hallo, Kompliment für diesen hervorragenden Artikel.
Gern möchte ich selbigen noch durch einige, wichtige Punkte ergänzen.
Denn neben diversen Lebensmitteln gibt es auch zahlreiche
Medikamentenwirkstoffe, die den Abbau von Histamin negativ beeinflussen.
Dieses sind einerseits Wirkstoffe, die das Histamin abbauende Enzym
Diaminoxidase blockieren, und andererseits gibt es Stoffe, die die
Histaminfreisetzung steigern und somit als Histaminliberatoren wirken.
Zur Therapie einer Histaminintoleranz ist nicht nur eine histaminreduzierte
Ernährung erforderlich, sondern auch das Meiden bestimmter Medikamente.
Leider sind diese unverträglichen Präparate nicht mit einer entsprechenden
Kennzeichnung versehen, so dass es einem HIT-Betroffenen nicht erspart
bleibt, das Kleingedruckte in den Packungsbeilagen genau zu lesen. Hierbei
geht es in erster Linie um die Inhaltsstoffe, die die Medikamente enthalten.
Inhaltsstoffe, die Histamin freisetzen oder die Diaminoxidase blockieren,
sollten gemieden werden, weil sie sich negativ auf die Histaminbilanz
auswirken. Dies gilt ganz besonders bei einer Langzeitmedikation. Eine
Änderung der Medikation sollte unbedingt nur nach Rücksprache mit dem
behandelnden Arzt erfolgen. Die Bandbreite der relevanten Medikamente
reicht von Antibiotika, Schlafmitteln, Schleimlösern bis hin zu Antidepressiva.
Beschwerden, die in Zusammenhang mit der Einnahme von
Röntgenkontrastmitteln auftreten, sind sehr häufig auf eine Histaminintoleranz zurückzuführen. Sämtliche Röntgenkontrastmittel sind Histaminliberatoren und führen bei HIT-lern zu Beschwerden. Wird rechtzeitig vor dem Trinken der Kontrastmittellösung ein Antihistaminikum eingenommen (H1- oder H2- Variante), lassen sich die sonst überlicherweise auftretenden Symptome vermeiden. Steht eine entsprechende Röntgenaufnahme an, sollte der Radiologe rechtzeitig über die vorliegende HIT in Kenntnis gesetzt werden.
Genau wie bei Röntgenkontrastmitteln, so sollten HIT-ler auch bei einer
geplanten Narkose rechtzeitig ein Antihistaminikum einnehmen. Unangenehme Begleiterscheinungen wie Erbrechen oder abgeschwächte Narkosewirkungen lassen sich so vermeiden.
Medikamentenstoffe, die Histamin freisetzen:
Acetylsalicylsäure (ASS) – Aspirin, Schleimlöser
Diclofenac – Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
Flurbiprofen– Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
Heparin – Blutverdünner
Indometacin – Rheumamittel
Ketoprofen – Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
Kodein – Hustenmedikament
Mefenaminsäure – Antirheumatikum
Naproxen – Schmerzmittel, Antientzündungsmittel
Opiate – Heroin, Morphium
Medikamentenstoffe, die DAO blockieren:
Acetylcystein – Schleimlöser
Acriflavin – Antiseptikum, Schleimlöser
Alprenolol – Betablocker
Ambroxol – Schleimlöser
Aminophyllin – Asthmamittel
Amitriptylin – Antidepressivum
Cefotiam – Antibiotikum
Chloroquin – Antirheumatikum
Clavulansäure – Antibiotikum
Cycloserin – Antibiotikum
Diazepam – Tranquelizer, Valium
Isoniazid – Antibiotikum
Metamizol – Schmerzmittel
Metoclopramid – Magen-Darm-Mittel
Pethidin – Schmerzmittel
Prilocain – Lokalanästhetikum
Propafenon – Herzrhythmusmittel
Propanidid – Narkosemittel
Röntgenkontrastmittel
Theophyllin – Asthmamittel
Thiopental – Schlafmittel
Verapamil – Herz-Kreislauf-Mittel
Es gibt aber nicht nur Medikamente, die sich negativ auf die Histaminbilanz
auswirken sondern sogar die Histaminfreisetzung blockieren. Dies sind
Rheuma- und Schmerzmittel, die Fenbufen oder Ibuprofen als Inhaltsstoff
enthalten.