Eincremen bei Neurodermitis – wie oft? womit?

Wie oft eincremen bei Neurodermitis?

Eincremen mit selbstgemachter Creme/Salbe
Cremes & Salben selbst gerührt
Sonnenkosmetik, Lipgloss, Deos & Co.
Ingeborg Josel, Praxis Naturkosmetik

Unter Neurodermitis versteht man eine entzündliche Erkrankung der Haut, die durch eine überschießende Abwehrreaktion des Körpers ausgelöst wird. In der Medizin wird sie auch als atopische Dermatitis bezeichnet. Diese Erkrankung kann sowohl vererbt, als auch erworben werden. In jedem Fall benötigt die atopische Haut viel Feuchtigkeit und Fett, die ihr in Form von Cremes, Lotionen und Salben zugeführt werden kann.

Wie oft cremen sich Neurodermitiker am besten ein? Als Mindestmaß für den durchschnittlichen Neurodermitiker (wer immer das sein soll) gilt, sich wenigstens einmal täglich einzucremen, z.B. jeden Tag nach dem Duschen komplett am ganzen Körper oder je nach Problemzonen nur diese. Im Winter kann ein zweites abendliches Eincremen vor dem Zubettgehen die trockenere Luft im Winter ausgleichen.

…und womit cremt man sich als Neurodermitiker ein?

Spezielle Neurodermitis-Cremes, Lotionen oder Kosmetikprodukte für sehr empfindliche Haut. Manche Neurodermitiker benötigen viel Fettcreme, andere dagegen leichtere Lotionen (z.B. Eubos Sensitive), die man selbst nach Bedarf mit verschiedenen Ölen mischen kann, zum Beispiel Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl, Hanföl, Borretschöl, Leinöl, Sesamöl oder Olivenöl. Am besten werden hochwertige und unraffinierte Öle vertragen. Sorte und Menge des Öls je nach Intuition und Erfahrung.

Neurodermitis
Neurodermitis
Weder Allergie noch Atopie
Geheilt in 40 Tagen

Das Eincremen mit puren Ölen schrecken viele Atopiker ab, können der Haut zwischendurch aber sehr gut tun. Denken Sie daran, daß die atopische Haut im Winter wesentlich mehr Fett benötigt als im Sommer!

Viele der angebotenen Lotionen oder Cremes für Neurodermitis, egal ob aus der Apotheke, aus dem Reformhaus, Bioladen oder sonstwoher, enthalten auf Dauer nicht genug Fett – oder sie sind so fest, daß sie sich fast nicht cremen lassen. Oft merkt der Anwender dann nach einer gewissen Anwendungszeit, wie die Haut nach etwas andere verlangt, zum Beispiel nach mehr Fett.

Wenn man sich eine Weile gar nicht oder weniger eincremen, passiert erstmal gar nichts. Aber dann irgendwann, nach Tagen oder Wochen geht die Juckerei los – und dann wird man sie erstmal nicht so schnell wieder los, weil man die Haut erstmal tage- und wochenlang wieder regelmässig eincremen muß um auf das alte Niveau zu kommen.

Ich habe mal getestet, mich 6 Wochen lang nur mit bestem, reinstem Aloe-Vera-Gel „einzu-gelen“ und meine Haut war damit auch erstmal super zufrieden. Aber nach zwei Wochen fing es chronisch an zu jucken. Feuchtigkeit ist in der Aloe-Pflanze ja genug enthalten. Aber auf Dauer braucht die atopische Haut einfach ausreichend Fett, aber auch nicht zuviel!

 

23. Mai 2018
Kategorien: ∞ NEURODERMITIS, • Buch-Tipps |