Archiv der Kategorie 'Lunge & Bronchien'

Cetirizin / Loratadin

Sonntag, den 12. November 2006
Die arzneilichen Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin scheinen in Form von Tabletten die am meisten verwendeten Antiallergika zu sein, wenigstens sieht man sie in jeder Apotheke herumliegen, oft schon im Schaufenster - vor allem natürlich zur Pollenzeit. Wie auch Cetirizin ist Loratadin ein H1-Antihistaminikum der 2. Generation. Die beiden Wirkstoffe wirken, indem die Rezeptoren für das Histamin blockiert werden. Das bedeutet, daß das Histamin dort nicht mehr "andocken" kann und damit wird nicht mehr so gut wirken kann. Dadurch fallen die typischen Allergiesymptome wie tränende Augen, verstopfte Nase, gerötete Haut, Jucken, Blutdruckabfall, Bronchospasmen etc. weg oder werden zumindest abgemildert. Genauso wie Cetirizin wirkt Loratadin ohne müde zu machen (in der Fachsprache Sedierung genannt), das bedeutet das es nicht oder nur sehr wenig auf das zentrale Nervensystem wirkt. Sprich es wirkt nicht hauptsächlich im Gehirn, sondern im restlichen Körper. Besondere Unterschiede der Wirkstoffe sind mir nicht bekannt. Bisher habe ich immer Cetirizin eingenommen, aber da ich gerade ...

Was ist Histamin? – Teil 2

Freitag, den 10. November 2006
Histamin: Freisetzung und Funktion Bei einer IgE-vermittelten allergischen Reaktion wird im Körper Histamin freigesetzt, sowie auch durch andere Auslöser und Prozesse. Im Zentralnervensystem, besonders auch im Hypothalamus, arbeitet es als Neurotransmitter und ist an der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt sowie auch an der Auslösung des Erbrechens. Histamin entfaltet seine Wirkung durch die Aktivierung der sog. Histamin-Rezeptoren H1, H2, H3 und H4, die übrigens nah verwandt sind mit den Rezeptoren für Serotonin, Dopamin, Muskarin u.a. Die wichtigste und für uns interessanteste Rolle spielt das Histamin in der Abwehrreaktion des Körpers, bei Allergie und auch Asthma. Auch bei Entzündungen und Verbrennungen ist Histamin an Juckreiz, Schmerz und Kontraktion der Muskulatur in den Lungen, zur Erweiterung kleinerer Blutgefäße mit Hautrötung uvm. Wenn die Gefäßwände kleiner Blutgefäße durchlässiger werden, führt das zu Nesselsucht. Histamin führt auch zu einer Freisetzung von Adrenalin aus den Nebennieren. Auch im Bereich des Magens spielt Histamin eine Rolle, vor allem bei der Magensäureproduktion. Bei einer ...