Allergie gegen Milben – hilfreiche Tipps

Sie sind winzig klein und mit bloßem Auge nicht zu erkennen, doch werden tagtäglich abertausende von Menschen von ihnen gequält. Die Rede ist von Milben, genauer von Hausstaubmilben. Sie leben in unseren Betten, Vorhängen und Polstermöbeln und ernähren sich von unserem Staub. Die Milbe an sich ist dabei weder gefährlich noch überträgt sie irgendwelche Krankheiten, auch ist sie selbst nicht der Auslöser für Allergien. Reizauslöser bei der Hausstaubmilbenallergie ist der Kot der kleinen Spinnentierchen. Dieser ist besonders eiweißhaltig und damit hochallergen. Gerät der Kot der Hausstaubmilbe mit dem Staub in unsere Atemwege, so kann er dort bei empfindlichen Personen eine massive allergische Reaktion auslösen. Betroffene leiden unter einer dauerhaft laufenden Nase, juckenden und geröteten Augen und im schlimmsten Fall sogar an akuter Atemnot. Es besteht sogar ein enger, wissenschaftlich bewiesener, Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Belastung durch Hausstaubmilben und der Ausbildung von Atemwegserkrankungen wie Asthma.

Zur Behandlung einer Haustaubmilbenallergie steht vor allen Dingen die möglichst intensive Vermeidung jeglichen Kontaktes mit dem Allergenen Stoff im Vordergrund. So empfiehlt es sich auf Teppichboden zu verzichten und stattdessen lieber Parkett, Laminat und Fliesen zu verlegen. Auch auf Stoffvorhänge sollte verzichtet werden, stattdessen bieten sich metallische oder aus Kunststoff bestehende Jalousien an. Und auch wenn es schwer fällt, auch die geliebte Couch muss, sofern sie stoffbezogen ist, leider weichen. Für Allergiker empfiehlt sich ausschließlich die Anschaffung von leder- oder kunstlederbezogenen Polstermöbeln, stoffbezogene Polstermöbel haben in einer Allergikerwohnung nichts zu suchen. Das gesamte Ausmaß an Stoffen sollte in der gesamten Wohnung drastisch reduziert werden, da sich Milben hier am wohlsten fühlen.

Gerade das Bett bietet den Hausstaubmilben beste Lebensbedingungen und ist daher deren liebster Tummelplatz. Unabdingbar ist daher eine Allegikergeeignete Gestaltung des Schlafplatzes. Hierzu gehört die Anschaffung von Allergikergeeigneten Matratzen. Diese sind speziell so konstruiert, dass Hausstaubmilben keine Chance haben sich einzunisten. Auch Kopfkissen und Bettdecke müssen ausgetauscht werden und durch Allergikergeeignete Stücke ersetzt werden. Bettbezüge müssen kochfest sein und sollten möglichst täglich, mindestens aber einmal pro Woche, gewechselt werden.

Dass eine Allergikerwohnung öfter als jede andere Wohnung gereinigt und ausgiebig von Staub befreit werden sollte, versteht sich von selbst. Wichtig ist aber auch die Wahl der richtigen Gerätschaften. So sollten Allergiker ihre Wohnung lieber mit feuchten Einwegtüchern von Staub befreien, als diesen mit einem trockenen Staubtuch auch noch aufzuwirbeln. Auch der Staubsauger muss aus dem selben Grund mit einem speziellen Filtersystem ausgerüstet sein, welcher die Allergenen Partikel nicht durch seine Lüftung wieder nach draußen pustet. Darüber hinaus empfiehlt sich die Anschaffung eines oder besser mehrerer Luftfilter, welche die Atemluft in der Wohnung frei von Milbenkot halten. Beratung zu den technischen Möglichkeiten bei Allergien bietet zum Beispiel der Siemens Kundenservice Hannover.

Durch die genannten Maßnahmen lässt sich für Allergiker ein erhebliches Maß an Lebensqualität zurückgewinnen.

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Eine Reaktion zu “Allergie gegen Milben – hilfreiche Tipps”

  1. Nasenprinzessin

    Ich habe vor einer Weile gelesen das sehr gründliches Lüften den Milben ebenfalls nicht gut bekommt!

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